Der Fußgänger im öffentlichen Raum – der benachteiligte Verkehrsteilnehmer | Masterarbeit Philipp Siefert

Masterarbeit von Philipp Siefert am Institut Entwerfen von Stadt und Landschaft, Fachgebiet Stadtquartiersplanung, Prof. Markus Neppl und Dr. Peter Zeile und am Institut für Verkehrswesen IFV, Prof. Peter Vortisch und Dr. Clotilde Minster.


Die stärkere Förderung und Präsenz in der Planung ist wichtig für die Entwicklung des Fußverkehrs in städtischen Gebieten. Die zu Fuß-Gehenden werden besonders vom motorisierten Individualverkehr verdrängt. Dadurch nahm die Anzahl der zu Fußwege stetig ab. Vor allem der motorisierte Individualverkehr, aber auch Radfahrer und der ÖPNV, gefährden und beeinträchtigen durch hohe Geschwin-digkeiten und großen Raumbedarf Fußgänger insbesondere beim Überqueren von Straßen. In Zeiten einer verstärkten Förderung des Umweltverbunds wird aufgezeigt, wie eine bessere Integration des Fußverkehrs in den öffentlichen Raum er möglicht werden kann, und welche Gefahren für Fußgänger durch Konflikte mit anderen Verkehrsteilnehmern bestehen. Besondere Beachtung sollen die Kon-flikte zwischen Radfahrern und Fußgängern finden, da diese oft im Verkehr auf gemeinsamen Flächen geführt werden. Es wurden die Unfalldaten von Unfällen mit Fußgängerbeteiligung der Städte Karlsruhe und Freiburg analysiert. Mit Hilfe dieser Auswertungen konnten die Unfall-, Gefahren- und Konfliktschwerpunkte zwischen Fußgängern und Kraftfahrzeugen, Fahrzeugen des öffentlichen Perso-nen nahverkehrs und Fahrradfahrern ermittelt werden. Um die Anzahl der Häufig-keiten von Konfliktsituationen, besonders zwischen Radfahrern und Fußgängernermitteln zu können, wurden Zeitrafferaufnahmen untersucht. Diese zeigen die Gefahr von Konflikten für Fußgänger un d aus welchen Situationen her aus diese entstehen. Mit Hilfe von Bildmaterial und einer Begehung erfolgt eine Bewertung ausgewählter Unfall- und Konfliktstellen. Es zeigten sich, dass Fußgänger besonders beim Überqueren von Straßen gefährdet sind. Zudem werden sie durch zu geringe Fußverkehrs- und Aufenthaltsflächen gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern benachteiligt. Um die Attraktivität von Fußwegen zu steigern ist es von Bedeutung, den Fußgängern wieder mehr Flächen im öffentlichen Raum zur Verfügung zu stellen, um Gefahren- und Konfliktstellen zu beseitigen.

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